Industry Trends im Oktober

Was ist in der Welt der Sozialen Medien im Oktober 2021 passiert? Wir halten über die brandaktuellen Trends auf dem Laufenden und fassen die Industry Trends vom bevorstehenden Monat in diesem Beitrag für dich zusammen.

1. TikTok World steht in den Startlöchern

„TikTok World“ ist Tiktoks erstes globales Summit, welches Marken und Vermarkterinnen und Vermarkter bei eine erfolgreicher Tiktok-Werbestrategie unterstützen wird. Das Summit hilft auch dabei, wenn es um die Ansprache der Zielgruppe geht und den Ausbau der eigenen Community.

Tiktok verkündet im eigenen Newsroom: „Wir freuen uns darauf, Creative-, Branding- und Commerce-Lösungen vorzustellen, die Marken jeder Größe dabei unterstützen, Erfolge zu erzielen. Unsere Tools werden das Erlebnis für Marken auf TikTok noch besser machen und die Interaktion mit der Community verändern.“


2. #TrueStory: Junge Menschen für Desinformation sensibilisieren

Fake News und Desinformation stellen die Gesellschaft vor eine grosse Herausforderung. Social Media ist dabei ein Medium, wo solche Desinformationen platziert werden können und sich so rasend schnell verbreiten. Die Vodafone Stiftung und die Jugendbildungsinitiative MESH Collective (We Are Era) lancierte deswegen die Awareness-Kampagne #TrueStory.Jugendliche sollen für den Umgang mit Fake News sensibilisiert und geschult werden und ausserdem sollen Medien- sowie Informationskompetenzen gefördert werden.

Wailam und NikotheC, The Real Lauri und Vikykid gehören zu den Kampagnenbotschafterinnen und -botschafter. Insgesamt verfügen die vier Creators über eine Reach von 2.5 Millionen. „Die Screentime bei Jugendlichen hat sich seit Beginn der Pandemie nochmal gesteigert, ebenso die Begegnungen mit Desinformation. Mit unserer Kampagne #TrueStory setzen wir dort ein Zeichen, wo junge Menschen sich heute informieren – in den sozialen Netzwerken.“ teilt Amanda Brennan, Redaktionsleitung bei MESH Collective mit.


3. Tiktok und Bumble schliessen sich zusammen

Die Dating-App Bumble wird mit TikTok, wie campaign berichtet, an einer Partnerschaft arbeiten, die darauf abzielt, Menschen dazu zu inspirieren, ihre wahre, „authentische Persönlichkeit“ zu zeigen, um mehr hochwertige Matches auf Bumble zu machen.

Die Partnerschaft startet mit der Kampagne „Date with better answers“, in der TikTok-Autoren aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland Menschen dazu inspirieren, sich als Dating-Partner zu verbessern.


4. ByteDance limitiert die Nutzungszeit von Kindern auf 40 Minuten täglich

Der TikTok-Mutterkonzern ByteDance schränkt ein, wie viel Zeit Kinder mit dem chinesischen Pendant von Tiktok, Douyin, verbringen können.

Kinder unter 14 Jahren müssen den neuen „Jugendmodus“ von Douyin nutzen, der ihre Nutzungszeit automatisch auf insgesamt 40 Minuten pro Tag begrenzt, und zwar nur zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends, so ByteDance in einem offiziellen Blogbeitrag am Wochenende.

Wie die BBC berichtet, ist ByteDance laut einem Blogpost (auf Chinesisch) die erste Kurzvideoplattform, die eine zeitliche Begrenzung einführt .

ByteDance merkte auch an, dass der Jugendmodus von Douyin bildungsorientierte Inhalte wie „interessante populärwissenschaftliche Experimente, Ausstellungen in Museen und Galerien, schöne Landschaften im ganzen Land, Erklärungen zu historischem Wissen und so weiter“ bieten wird.


5. Horizont veröffentlicht, welche Marke auf Tiktok überzeugt und welche druchfällt

Daniel Wellington ist das Negativbeispiel von Horizont, wenn es um Werbung auf Tiktok geht. Im Jahr 2015 löste das Unternehmen auf Instagram noch eine regelrechte Influencer Marketing-Revolution aus. Doch was auf Instagram gut funktioniert, kommt nicht zwingend auch auf Tiktok gut an. Zwar startete das Unternehmen bereits 2019 auf Tiktok, jedoch hängt es nach wie vor bei 50’000 Followern fest. Im Horizont-Artikel wird festgehalten: „Woran also hakt es? Augenscheinlich ist, dass Daniel Wellington an der von TikTok vorgegeben Maxime „Don’t make Ads, make TikToks“ vorbeizielt. Sämtliche Videos sind zwar qualitativ hochwertig, scheinen jedoch eher für das Fernsehen oder Instagram produziert und lassen den für die werbesensible GenZ so wichtigen Mehrwert vermissen.“

Als Positivbeispiel stelle Horizont Kaufland vor. Deren Ansatz beschreiben sie als kohärent und lebendig. Es wird ausserdem klar, dass die Verantwortlichen eine klare und erfolgsversprechende Strategie verfolgen. Anstatt in fast jedem Video einen Brand-Ambassador zu reposten, setzt Kaufland neben einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ein gutes Dutzend Content Creators, welche perfekt zur Marke passen und einen roten Faden bilden.“ Das unterscheidet die Strategie klar vom ersten Beispiel. Horizont fasst ds Beispiel Kaufland wie folgt zusammen: „Insgesamt gelingt Kaufland damit ein kurzweiliger und erfrischender TikTok-Auftritt, der sich einfügt Dieser in ähnlich potente Formate und Umsetzungen mit potenten Creatorn (wie Trymacs, Knossi, CrispyRob) auf YouTube oder Twitch, und angesichts des bisherigen Contents dürfen wir uns darauf freuen, was uns in Zukunft noch alles erwartet.“


Industry Trends im Oktober

Titelbild-Credits: George Bohunicky & Sereja RisHire

Industry Trends im September

Was ist in der Welt der Sozialen Medien im September 2021 passiert? Wir halten über die brandaktuellen Trends auf dem Laufenden und fassen die Industry Trends vom bevorstehenden Monat in diesem Beitrag für dich zusammen.

1. 100 Millionen Fund für Youtube Shorts Creators geht live

YouTube wird Creators bis zu 10.000 Dollar pro Monat für das Erstellen von Videos für den TikTok-Konkurrenten YouTube Shorts zahlen. Das Unternehmen plant, im Laufe des nächsten Jahres 100 Millionen Dollar zu zahlen, wobei die ersten Zahlungen im August erfolgt sein sollen.

YouTube verlangt, dass es sich um Originalvideos handelt. Reuploads und Videos, die mit Wasserzeichen von anderen Plattformen (TikTok, Snapchat oder Reels) versehen sind, disqualifizieren einen Kanal für Zahlungen. Der Fund ist vorerst nur in 10 Regionen verfügbar, unter anderem in den USA, Großbritannien, Indien und Brasilien, und YouTube sagt, dass es plant, diese Liste in Zukunft zu erweitern.


2. Linkedin akquiriert die Video Tutorial App Jumprope

Linkedin hat die How-to-Video-App Jumprope als Teil seines erweiterten Video-Fokus übernommen. Jumprope, betitelt sich selbst als „der beste Ort, wo jeder eine Anleitung erstellen und diese auf jede soziale Plattform exportieren kann“. Den Nutzer:innen wird es auf der Plattform ermöglicht, Schritt-für-Schritt-Tutorials mit Video- und Bildmaterial zu erstellen, wobei voreingestellte Formate und Überlagerungen helfen, jedes Element zu vermitteln.

Auf LinkedIn hat Jumprope-CEO Jake Poses angekündigt, dass das Jumprope-Team nun ausschließlich an LinkedIn-Tools arbeiten wird, um seine eigenen Produkte zu entwickeln.


3. Instagram führt neue Massnahmen gegen Missbrauch ein

Zu den neuen Massnahmen gehören:

  • Die Möglichkeit, Kommentare und Direkt-Nachricht-Anfragen während erhöhter Spannung zu begrenzen. Das ist einer Funktion, die automatisch Kommentare und Direkt-Nachricht-Anfragen von Personen ausblendet, die Ihnen nicht folgen oder die Ihnen erst kürzlich gefolgt sind.
  • Stärkere Warnungen, wenn Leute versuchen, potenziell beleidigende Kommentare zu posten. Bis anhin gab es einen zwei stufigen Warnprozess, wenn jemand versucht einen potenziell beleidigenden Kommentar zu posten. Jetzt wird direkt die zweite, schärfere Warnung angezeigt.
  • Die weltweite Einführung der Funktion „Versteckte Wörter“, mit der man missbräuchliche DM-Anfragen filtern kann. Die Funktion ermöglicht es, anstössige Wörter, Sätze und Emojis automatisch in einen versteckten Ordner zu filtern, den man nie öffnen müssen, wenn man es nicht will. Außerdem werden Direkt-Nachricht-Anfragen gefiltert, die wahrscheinlich Spam oder minderwertig sind.

4. Instagram Collabs für mehr Transparenz

Kollaborationen können auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken sollen durchschaubarer werden. Durch das neue Instagram-Feature Instagram Collabs wird nun eine Möglichkeit getestet, dies zu verbessern.

Anstatt dessen, dass bei einer Werbekollaboration der Partner-Account „nur“ markiert ist, wird der zweite Account für den Werbepost als CO-Autor des Beitrages dargestellt. Dazu muss, wie beim Branded Content Ads Tool, eine Anfrage verschickt werden. Wird diese Anfrage angenommen, taucht der Beitrag beim Partner wie ein regulärer Feed-Beitrag im Profil auf. Bis anhin wurde der Post nur unter den Markierungen beim Partner aufgelistet. Auch die Kommentare sind auf beiden Profilen ersichtlich.


5. Polywork als neuer LinkedIn-Konkurrent

Peter Johnston, der Gründer von dem beruflichen sozialen Netzwerk Polywork hat die neuartige Plattform gegründet. Damit will er die Möglichkeit zu schaffen, um die eigene Persönlichkeit, die eigenen Interessen und Fähigkeiten abzubilden. Er meint, dass der Bedarf da ist, noch viel mehr darzustellen, als lediglich das was in der regulären Arbeitszeit geleistet wird. Auf der Plattform kann man sich aktuell, ähnlich wie bei den Clubhouse-Anfängen, nur mit einer Einladung anmelden.

„As Polywork continues to grow, we hope to be able to empower people to express what’s important to them, and enable them to take professional paths more colorful, unique and different than they once thought possible. Because when people use their agency to make the life for themselves that they want — without feeling suppressed, embarrassed or intimidated — only good can come of it.“
Peter Johnston Industry Trends im August


Industry Trends im August

Titelbild: Molly Mears & Lilian Dibbern

Auch KMUs sollten auf Influencer Marketing setzen

Ist Influencer Marketing nur für grosse Unternehmen geeignet?

Nein!

Influencer Marketing sollte für alle Unternehmen eine Marketingstrategie sein, welcher vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Wichtigkeit der jungen Marketingdisziplin, kann durch Prognosen und Zahlen klar belegt werden. Experten rechnen in der DACH Region mit einer Wachstumsrate von jährlich rund 30% und erwarten ein Marktvolumen von ca. CHF 5 Milliarden im Jahr 2027 (Kammermann, et al. (2020)).

Auch diverse Insights des Swiss Influencer Marketing Reports 2020 unterstreichen die heutige Relevanz von Influencer Marketing. Drei Key Insights des Reports sind:

60% aller Millennials folgen Influencer:innen in den Sozialen Medien. Von ihnen suchen mehr als die Hälfte dort gezielt nach Produktinformationen.

37% aller Millennials wurden bereits von Influencer:innen zu einem Kauf motiviert. Bei denen, die Influencer:innen abonniert haben und ihnen aktiv folgen, sind es sogar 53%.

Millennials lassen sich bei ihren Kaufentscheidungen stärker von den Informationen von Influencer:innen beeinflussen, als von Informationen durch (andere) bezahlte Werbeformen wie TV-Werbung, Anzeigen oder Suchmaschinenresultate.

Clegg, M., Hofstetter, R., Schindler, L., Deubelbeiss, O., Lanz, A., Faltl, M., & Tomczak, T. (2020). Swiss Influencer Marketing Report 2020, University of Lucerne.

Unternehmen wollen ganz besonders die junge Zielgruppe, die Generation Z, ansprechen. Laut des „Gen Z Report“s von Facebook, macht diese Generation weltweit mittlerweile 40% der Kaufkraft aus. Wer diese Zielgruppe, die „always on“ ist, erreichen möchte, muss also dort kommunizieren, wo sie sich aufhält – in den Sozialen Medien. Allen voran platziert sich hier die Plattform Tiktok immer stärker und hat in gewissen Altersgruppen bereits Instagram und YouTube den Rang abgelaufen (App Annie, 2021).

Die Generation Z muss also von Unternehmen erreicht werden. TikTok ist dafür bestens geeignet. Es wird empfohlen, möglichst schnell auf der Plattform aktiv zu werden, denn sobald das enorme Wachstum stagniert, wird es für Unternehmen auch zunehmend schwieriger, sich auf der Plattform zu etablieren.

Da auch Podcasts auch in der Schweiz immer mehr an Bedeutung gewinnen (Podcastschmiede, 2021), kann auch dieses Medium für Empfehlungsmarketing gut genutzt werden. Radio verliert an Relevanz und Podcasts nehmen vermehrt diese Stellung ein. Auch hier können Marketers von der nahen Verbundenheit zwischen Zuhörer und Podcaster profitieren (WUV, 2020).

Die Awareness und der Umsatz können also, bei einer passenden und guten Umsetzung, rapide gesteigert werden. Die Budgets der Unternehmen, welche in Influencer Marketing investiert werden sollen, haben sich daher in der vergangenen Zeit enorm gesteigert. Dennoch sind sich viele der Wirkung dieser Marketingdisziplin noch nicht vollends bewusst.

Für eine erfolgreiche Influencer Kampagne ist es wichtig, dass diese die Sprache des Absenders tragen muss. Für eine authentische und erfolgreiche Ansprache braucht es den Mut und das Vertrauen von Unternehmen in die ausgewählten Influencer:innen. Denn nur wenn diese ihre Kreativität vollends ausleben und ihre eigene Sprache sprechen können, sind sie in der Lage ihre Communities gewinnbringend zu aktivieren.

Das gleiche gilt auch für bezahlte Werbung, wie z.B. die Branded Content Ads. Die Absender dieser Sponsored Posts sind die Creators selber. Die Partnerschaft zum jeweiligen Brand ist klar gekennzeichnet und wird passgenau einer definierten Zielgruppe ausgespielt. Branded Content Ads sind ein sehr wirkungsvolles Tool um Impressionen zu generieren. Sie brillieren durch die Möglichkeit, auf authentische Art und Weise, durch Influencer:innen, eine präferierte Zielgruppe präzise zu erreichen um die Markenbotschaft zu verbreiten.

In der Schweiz ist die Generation Z durchschnittlich 37 Stunden täglich mit ihren Smartphones online (Xeit, 2021). Ein Unternehmen, welches in den Sozialen Medien aktiv ist, kann so ganz natürlich Teil des Diskurses werden und eine grössere Relevanz für die User:innen bieten. Brands, die das umsetzen können, haben gute Chancen von der Gen Z erkannt und ernstgenommen zu werden. Laut Facebook würden diese nämlich schlussendlich Marken wählen, die sich engagieren und schliesslich mit ihnen in Verbindung treten (Facebook IQ, 2021)

Auch der Software- Markt ist im Jahr 2020 vielfältiger und professioneller geworden, was die Influencer Marketing Branche massgeblich unterstützt (WUV, 2020). Agenturen entwickeln Technologien, welche spezifische Prozesse verbessern. Beispielsweise die Influencerauswahl und die Messung einer Kampagne kann vereinfacht und effizienter gestaltet werden. Auch Picstars hat eine eigene Technologie, welche die Kampagnenmanager:innen in diversen Prozessen unterstützt. Durch das Zusammenspiel zwischen moderner Technologie und dem Know-How des Teams, entsteht eine einzigartige Symbiose, welche die Zusammenarbeit mit Brand und Influencer:innen effizient, messbar und erfolgreich gestaltet.

Doch auf was ist besonders zu beachten, wenn man eine erfolgreiche Influencer Kampagne lancieren möchte? Wichtig ist es den „Perfect Match“ zu finden. Die passenden Influencer:innen für Brand und Kampagne. Haben sich diese Personen gefunden, wird die Message anhand des Briefings definiert. Dann gilt es den Creators kreativen Spielraum zu lassen sowie Handlungsschritte abzusprechen und einen regelmässigen Austausch zu arrangieren.

Ist die Kampagne live, lassen sich dank diverser Insights und der Technologie, die Menge an Kampagnen-KPIs übersichtlich darstellen und verfolgen. Schliesslich gilt es sinnvolle und datengestützte Entscheidungen zu treffen, potentielle Anpassungen vorzunehmen und den Erfolg einer Kampagne zu messen.

Bist Du an einer potenziellen Zusammenarbeit interessiert? Wir freuen uns von Dir zu hören.

Picstars und 20 Minuten lancieren neuen Kanal

Picstars goes journalism. Wir haben uns mit 20 Minuten zusammengetan und werden ab sofort mehrmals wöchentlich den neuen Influencer-Kanal mit News aus der Influencer-Welt bespielen. Der Kanal heisst Influencer Radar und wir einmal immer Donnerstags in der Print-Ausgabe erscheinen. Wir teilten einen Artikel über den Shopping Wahnsinn auf TikTok, sprachen bereits über das norwegische Gesetz für mehr Echtheit auf den sozialen Medien, gingen auf das plötzlich aufgetretene Tourette-Syndrom von Dillan White und über die aufkommenden Fitness-Apps von Fitfluencern.

„Wir freuen uns sehr auf die Kooperation mit 20 Minuten und sind überzeugt, dass unsere kuratierten Inhalte die Begeisterung für die Welt der Influencerinnen und Influencer auf das Publikum übertragen können.“ Antonia Stickdorn, Head of Marketing Picstars

„Die Parallelwelten auf Instagram, TikTok, Twitch und Co werden immer grösser und entwickeln sich immer schneller. Weil es schwer und vor allem zeitraubend ist, bei all den Challenges, sich jagenden Trends und immer neuen Geschäftsmodellen den Überblick zu behalten, freut es mich ganz besonders, mit Picstars einen Partner im Haus zu haben, der alle wichtigen News aus diesem Bereich professionell überwacht und sein Wissen ab sofort mit unseren Nutzerinnen und Nutzern teilt“ Gaudenz Looser, Chefredaktor 20 Minuten

Die wichtigsten Social Media Kanäle

Social Media Kanal ist nicht gleich Social Media Kanal. Alle Plattformen haben ihren eigenen Charakter und eigene Vor- und Nachteile. Für eine Kampagne können die Kanäle sehr strategisch ausgesucht werden, wodurch die optimale Zielgruppe zielgenau erreicht werden kann. In diese Beitrag geben wir eine Übersicht über die aktuell wichtigsten sozialen Plattformen.

Instagram

Die weltweite Nutzerzahl von Instagram ist unglaublich gross. Aktuell zählt Instagram insgesamt 1.22 Milliarden aktive Nutzer (Statista). Man kann auf der Plattform Posts, Stories, Reels, IGTV Videos, Live Videos und Guides teilen. Reels ist die Antwort von Instagram auf den Erfolg von TikTok. In der Schweiz nutzen 2.9 Millionen User die App aktiv (Statista) und in Deutschland sind es 27.8 Millionen (Agentur Gerhard).

Einen Grossteil der Creators auf Instagram fährt die „Glossy-Schiene“. Die Posts sind sehr perfekt gestaltet und es wird auf jedes Detail und jeden möglichen Makel geachtet. Dass Influencer auf Instagram Werbung machen ist mittlerweile breit akzeptiert und die Followers vertrauen dennoch stark auf die Meinung von ihren Lieblings-Creatorn, da diese mit ihrem Namen hinter den Produkten stehen, für welche sie werben. Die grosse Vielfalt an unterschiedlichen Creators ermöglicht es uns den perfekten Mix aus Nischen Influencern, grossen Creators, Personalities etc. zu finden und so die Zielgruppe treffgenau zu erreichen.

Der grösste Schweizer Influencer ist momentan Dean Schneider. Er ist nach Süd-Afrika ausgewandert, wo er das private Schutzgebiet mit den Namen Hakuna Mipaka aufgebaut hat. Mit ihm leben Löwen, Äffchen, eine Hyäne und viele weitere Tiere.

In Deutschland sind die Zwillinge Lisa und Lena die Creators mit der grössten Followerschaft mit fast 16 Millionen Followers. Bekannt wurde die beiden über die Plattform musical.ly, dem Vorgänger von TikTok.

TikTok

TikTok ist der neue Stern am Social Media Himmel. Die Video Plattfom war ist die am meisten gedownloadete App im Apple App Store (Oberlo). Ursprünglich war die App unter dem Namen musical.ly bekannt, bei welchem man hauptsächlich Lipsync-Videos hochladen konnte. Man kann auf TikTok bis zu 3 Mi nütige Videos hochladen, welche man mit Sound hinterlegen kann, schneiden und mit Filtern und Effekten bearbeiten kann. Die Creators haben die Chance unfassbare Reichweiten zu erlagen und jeder halt die selben Chancen viral zu gehen. Es gibt viele Nischen und Randgruppen und so kann man bei einer TikTok-Kampagne einen sehr genauen Zielgruppen-Fit durch eine passende Creator-Wahl erreichen.

Für Unternehmen stehen Produkte wie Branded Effects, Hashtag Challenge oder Brand Takeovers zu Verfügung und TikTok stellt Unternehmen auch Best Practices oder Produkt-Anleitungen zur Seite, um den eigenen Kanal zu optimieren (Hubspot). TikTok ist vor allem bei den jüngeren Nutzer*innen beliebt, die Alterskurve steigt jedoch beständig. Bei Umfragen von Statista kam heraus, dass die User-Frequency sehr hoch ist: 75.6% nutzen die App täglich (Statista). Bis zu den 20 Jährigen Probanden einer Umfrage im Jahr 2020 haben über die Hälfte der Befragten TikTok installiert und bis zu den 17 Jährigen sind es sogar über 88% (Statista). Die zukünftige Käuferschaft tummelt sich also auf der Plattform. Und beobachtet man die steile Wachstumskurve der Plattform, darf davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen noch weiter steigen werden. Die Zahlen sprechen für sich: Weltweit 689 Mio. aktive Nutzer*innen, durchschnittliche Nutzungszeit von 52 Minuten täglich und 90% der Nutzer*innen öffnen die App mehrmals täglich (Oberlo).

Der Berner Oluyomi Scherrer ist momentan der grösste Schweizer TikToker. Der gerlernte Koch produziert Koch-Videos auf der Plattform, wobei er ein IPad als Schneidebrett nutzt. Unter der Username @Thispronto unterhält er ganze 8 Millionen Follower und seine Videos kommen extrem gut an. (werbewoche)

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Quelle: @Thisispronto – TikTok

Mit unglaublichen 33.2 Mio. Follower*innen ist Younes Zarou der grösste deutsche TikToker. Auf seiner Seite hat er Videos, welche über 100 Mio. Views haben.

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Quelle: @youneszarou – TikTok

Youtube

Der Klassiker Youtube: 2005 gegründet und seit 2006 Google zugehörig (Statista). Youtube kenn gefühlt jeder und mittlerweile ist Influencer-Marketing auf Youtube keine Neuheit mehr. Viele Creators produzieren Werbevideos und haben funktionierende Partnerschaften und Kooperationen aufgebaut. Die Anzahl der monatlichen aktiven User*innen ist weltweit bei über 2.3 Milliarden Menschen (Statista).

Die erreichten Reichweiten sind unwahrscheinlich hoch. Nicht selten haben sich Content-Creators von Youtube einen Celebrity ähnlichen Stand und haben sich durch ihre Youtube-Karriere eine eigene Marke aufgebaut.

Twitch

Twitch ist eine Livestream-Plattform, welche seit 2011 eigsenständig funktioniert. Die Plattfor wird vor allem von Garmer genutzt, welche ihre Spiele im Lifestream spielen und live mit ihrer Community interagieren. Es finden auf E-Spot Veranstaltungen statt, wleche man online verfolgen kann. (Computerbild). Über den Twitchtracker kann man live die Zahlen verfolgen. Im Mai wurden beispielsweise 2’307’473’592 h aktiv zugeschaut (Twitchtracker).

Auch Youtuber tummeln sich immer mehr auf der Seite. Beispielsweile Gronkh, welcher Let’s Plays auf Youtube hochgeladen hat, MontanaBlack, der grösste deutsche Streamer und Knossi, welcher auch online Glücksspiele live macht, sind alle auch auf Youtube unterwegs (Streamproject)

Facebook

Facebook ist das grösste Soziale Netzwerk. Ausserdem ist es die Mutterunternehmung von Instagram und WhatsApp. Täglich nutzen 2.6 Milliarden Menschen Facebook täglich und 3.3 Milliarden nutzen das Netzwerk monatlich (allfacebook). Facebook hat sich seit Beginn stark verändert und während der Corona Pandemie einen Fokus auf Live-Videos gelegt und fokussiert sich ebenfalls auf thematische Gemeinschaften. Ebenfalls ist online Shopping ein Thema, was Facebook immer mehr beschäftigt und die Entwickler scheinen grossen Wert darauf zu legen, diese Funktionen auszubauen. (trustedshops)

Die Dominanz von Facebook ist seit 2015 jedoch stark gesunken, da sich Jugendliche vom Netzwerk abwenden. Facebook ist bei den älteren Generationen noch voll im Kurs, bei den Jungen jedoch nicht mehr der Vorreiter. Bei den 12-34 Jährigen ist Facebook nur noch bei jedem 5. das meist genutzte Soziale Medium. Instagram liegt auf den Spitzenplatz in dieser Alterskategorie. Dafür bei den über 55 Jährigen ist Facebook bei 70% das am meisten genutzte Netzwerk. (wiwo)

Twitter

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Twitter einen 17% Wachstum vorweisen und zeigt 199 Mio. Nutzer auf (futurebiz). Marken mit grosser Reichweite können Twitter nutzen, um eigene Trends zu setzen, wenn die Voraussetzung erfüllt ist, dass ihre Community nach der Brand sucht und zuhört (hubspot).

Was unterscheidet jedoch Twitter von den anderen Sozialen Medien? Es ist eine Plattform, welche auf Echtzeit Kommunikation baut. Man kann Meinungen, Ideen etc. „twittern“ und danach mit der Twitter Community interagieren. Man kann auf Statement & Fotos von anderen Unser*innen reagieren und Meinungen austauschen. In erster Linie sind Privatpersonen auf Twitter unterwegs, um ihrem Lieblings Celebrities und Brands zu folgen und immer up to date und so nah wie möglich bei ihnen zu bleiben. (diri)

Titelbildcredits: Dean Schneider, Younes Zarou & Lisa & Lena