Vom Promoter zum Entwickler

It’s a thing! Was in Deutschland, aber auch international schon länger Thema ist, ist auch in der Schweiz am Kommen – das Influencer-Produkt.

Dass Influencer von Promotoren zu Entwicklern werden und nicht mehr nur Meinung, sondern auch Produkte machen, hat gute Gründe:

1. Influencer sind Experten auf ihrem Gebiet

Influencer-Produkte sind Fan-Artikel und treue Fans resp. Follower haben Influencer so viele, dass ihre Produkte oft innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. So geschehen neulich beim Fashion Influencer Justin Fuchs und der neuesten Streetwear-Kollektion seiner Marke Peso: in nur 30 Minuten war die gesamte Kollektion restlos aus ausverkauft. 85 Euro kostete der Hoodie – das Gefühl, damit seinem Youtube-Idol etwas näher zu sein, gab es gratis mit dazu.

2. Influencer beeinflussen die Kaufentscheidung

Und nicht nur im Tiefpreissegment geht die Rechnung mit den Influencer-Produkten auf. Becky Li, eine chinesische Mode-Influencerin, die, weil sie Kaufimpulse so erfolgreich auslöst, auch Shopping-Göttin genannt wird, liefert den besten Beweis: ihre limitierte Sonderedition «MINI Yours», ein türkisfarbener Mini-Cooper für 37’000 €, verkaufte sich 100 mal in nur fünf Minuten. Wow! Damit das funktioniert, müssen Follower zu Freunden werden, die einem vertrauen – so der Tipp von Becky Li in einem Interview.

(Quellen: Artikel VogueCase Becky Lee)

3. Influencer lassen sich mit eigenen Produkten langfristig an Marken binden

Ein Produkt zu entwickeln, von der Idee bis zur Produktion, dauert nicht selten ein ganzes Jahr. In der schnelllebigen Welt von Social Media eine lange Zeit und einmalige Chance, um zum Influencer eine langfristige Beziehung aufzubauen. Die Zusammenarbeit zwischen Youtuber Luca Scharpenberg, früher eher bekannt als «ConCrafter» und der deutschen Premiummarke für Tiefkühlpizza Gustavo Gusto ist das beste Beispiel dafür. Was zunächst als einmalige Kooperation geplant war, entwickelte sich aufgrund des aussergewöhnlichen Erfolges zu einer dauerhaften Partnerschaft. Mittlerweile ist die dritte Pizzakreation unter dem Namen «Pizza Bianca Sette Formaggi» und einer Auflage von knapp einer Million Stück auf dem Markt und in den Regalen von Edeka und Rewe erhältlich.

Die Krux: wo Influencer draufsteht, ist nicht automatisch einer drin. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind vielfältig – vom bereits fertigen Produkt, das lediglich mit der Persona des Influencers gebrandet ist, zum Zusammenstellen persönlicher aber bestehender Lieblingsprodukte in einer Edition oder Kollektion, bis hin zur effektiven Entwicklung eines Produktes und Teilhabe am gesamten Prozess. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile puncto zeitlichem Aufwand, kreativem Spielraum oder Einbezug der Community. Wer auf Glaubwürdigkeit und Langfristigkeit setzt, dem empfehle ich: mach aus dem Promoter einen Entwickler!

Ralf Osteroth

Seit mehr als 20 Jahren in der Branche und noch keine Sekunde müde. Ralf Osteroths Berufserfahrung zählt so viele Jahre wie manche bei Picstars jung sind. Seit zwei Jahrzehnten bewegt er sich in der Entertainment-, Musik- und Medienwelt stets trittsicher und in Sneakers. Er arbeitete schon mit Influencern, als die noch keine Stars waren – #earlybird – und ist heute ein alter Hase im Influencer-Marketing und CEO von Picstars Deutschland.

«Quasi straight-forward, so wie es sein soll»

,,Die Zusammenarbeit habe ich als super empfunden. Quasi straight-forward, so wie es sein soll. Fragen wurden schnell beantwortet, das gesamte Team war flexibel und man konnte eigene Ideen einbringen. Ich für meinen Teil konnte so einen richtig authentischen Post erarbeiten mit dem ich und der Kunde rundum happy sind. Authentizität ist mir bei Kooperationen das Wichtigste, somit hat das wunderbar geklappt.’’

Im Rahmen der Bergzeit Kampagne arbeitete Picstars u.a. mit dem talentierten Fotograf und Outdoorsportler Roman Königshofer (@rawmeyn) zusammen. Sein Instagram-Kanal mit über 200K Followern, dokumentiert in hochqualitativer Auflösung all seine abenteuerlichen Reisen in atemberaubende Berglandschaften. Roman ist schon seit 16 Jahren leidenschaftlicher Fotograf und schöpfte damals erste Inspirationen aus seiner Zeit, als er sich intensiv mit Snowboarding beschäftigte. Sein geschultes Auge fängt seitdem die eindrucksvollsten Seiten der Natur ein.

Warum sind Sportler geborene Influencer?

Lange wurden hauptsächlich Influencer in Zusammenhang mit Personen gebracht, welche dank ihrem Aussehen, einem verrückten Hobby oder ihrem Lifestyle etc. eine hohe Anzahl Follower auf Social Media verzeichnen. Diese Influencer haben dann oft mit einem Produkt im Bild ‘gut ausgesehen’ und so ihre Followerschaft zum Kauf animiert.

Natürlich haben sich auch diese ‘herkömmlichen’ Influencer gewandelt und sind mit teils aufwändigen Content-Produktionen zu professionellen und einflussreichen Persönlichkeiten geworden, welche mit ihrer Kreativität und Authentizität wirklich überzeugen und für eine Marke wertvoll sind. Nichtsdestotrotz und übers ganze gesehen, sind Sportler aber trotzdem glaubwürdiger? Sehr oft, ja. Dies weil sie oft eine Vorbildfunktion innehaben, Interesse an ihrem Privatleben wecken und oft ohne grossen Aufwand super natürlichen Content kreieren.

Andri Ragettli beispielsweise erreicht mit seinen akrobatischen Freestyle-Sprüngen ein Millionenpublikum:

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Nielsen Sports, welche sich stark mit dem Thema der Glaubwürdigkeit auseinandersetzt, behauptet gar, dass oft die ‘Fan-Qualität’ der Sportler höher ist als jene von Bsp. eines Models. Dies nicht zuletzt, weil einfach die Followerschaft eines Sportlers aus sehr vielen echten Anhängern besteht, welche offen sind für Werbebotschaften ihrer Idole.