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Die Herausforderung Fake Follower & Likes

Mit der steigenden Bedeutung von Influencer Marketing, hat der Missbrauch in Form von Fake Followern und Fake Likes zugenommen. Der Missbrauch untergräbt die Glaubwürdigkeit der Kommunikation über Social Media. Das betrifft insbesondere Marken, welche mit bezahlten Kampagnen nicht nur kreative Bilder, Videos und Texte (Content Creation) erhalten möchten, sondern auch eine interessierte Zielgruppe mit einer authentischen Ansprache (Reichweite) erreichen wollen. Instagram hat Mitte November 2018 informiert, dass diese nicht authentischen Follower und Interaktionen nun identifiziert und unterbunden werden.

Die unterschiedlichen Formen von Manipulationen
Die Möglichkeiten zur Manipulation von Followern und Likes sind breit gefächert. In seinem Blogartikel schafft Ben Rüegg von Likeometer.co eine gute Übersicht. Mehr Follower generiert man über Follow/Unfollow-Bots (Software), das Kaufen von Followern (Dienstleistung, ca 9$ für 1000 Follower) oder über den Kauf von ganzen Profilen mit vielen Follower über den Schwarzmarkt. Mehr Likes (Interaktionen) auf seine Posts erhält man über Engagement-Gruppen auf WhatsApp oder Telegram, das Kaufen von Power-Likes von grossen Accounts oder über den Einkauf von Engagement mittels Kommentaren und/oder Likes.

So erkennt man diese Manipulationen
Eine einheitliche, SW basierte Methode zur Erkennung von unechten Followern und Likes ist uns nicht bekannt. Das SRF Data Team hat im Oktober 2017 ein Skript erstellt und auf GitHub publiziert, mit dem rund 7 Millionen Follower-Profile von 115 Influencer aus der Schweiz ausgewertet wurden. Die dabei angewandte Methodik ist in diesem FAQ von SRF beschrieben. Diese Auswertung hat gezeigt, dass der Anteil der Fake Follower zwischen 5 und 25 Prozent liegt. Je mehr Follower eine Person hat, desto grösser war der Anteil der Fake Follower gemäss dieser Datenanalyse des SRF. Eine fundierte Auswertung von unechten Likes und Kommentaren ist uns nicht bekannt.

Das Statement von Instagram (19. November 2018)
Instagram schreibt: „Täglich gehen mehr und mehr Creators mit Unternehmen Partnerschaften ein. Erfolgreiche Kooperationen können den Creators, Unternehmen und vor allem den Kunden einen Mehrwert einbringen. Damit diese Partnerschaften auch zukünftig für echte Erlebnisse und Interaktionen sorgen, werden wir nicht authentische „Gefällt mir”-Angaben, Abos und Kommentare von Konten zu entfernen, die mithilfe von Drittanbieter-Apps ihre Popularität steigern. Wir haben maschinelle Lerntools zur Identifizierung von Konten entwickelt, die diese Dienste in Anspruch nehmen. Nicht authentische Aktivitäten können so entfernt werden….” Hier findest du den ganzen Beitrag >>
So prüfen wir die Profile der Creators & Influencer

  • Eine hohe Engagement Rate (>5%). Das bedeutet, dass ein Grossteil der Follower mit den Beiträgen interagieren. Engagement Rate = Summe der Interaktionen / Anzahl Follower
  • Eine konsistentes Engagement über die letzten 50 Beiträge
  • Ein vernünftiger Anteil von bezahlten Beiträgen im Feed
  • Ein typischer Verlauf der Interaktionen auf einen Beitrag innerhalb der ersten Stunden

Das unternimmt PICSTARS, um Fake zu verhindern

  • Prüfung von jedem Influencer auf verdächtige Merkmale, bevor diese für eine Kampagne beauftragt werden
  • Kontrolle der einzelnen Posts während einer Kampagne auf verdächtige Merkmale
  • Direkte Konfrontation der Influencer bei Verdachtsmomenten für eine Stellungnahme
  • Sanktionen und Ausschluss für weitere Kampagnen, wenn der Verdacht auf FAKE sich erhärtet

Unser Fazit zum Thema Fake Follower & Likes
Eine laufende Kontrolle der Influencer und deren Posts durch die Auftraggeber oder die Vermittler von Kampagnen ist sehr wichtig. Ebenso haben professionell arbeitende Influencer/ Content Creators ein grosses Eigeninteresse daran, Ihre Profile laufend zu prüfen und zu bereinigen, damit möglichst wenige qualitativ fragwürdige Follower, Likes oder Kommentare auf ihren Social Profilen
vorkommen.

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Press Release
Bruno Thurnherr Ferrari

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